In den vergangenen Tagen war immer wieder die Rede davon, dass die Krise ihren Tiefpunkt noch längst nicht erreicht hat. Heute kommt die Nachricht, dass ein namhaftes Forschungsinstitut ihren Geschäftsklimaindex so formuliert, dass das Schlimmste dieser Krise schon überstanden sei. Demnach scheint die Stimmung bei den Unternehmern durchaus schon wieder positiver zu sein. Ob das aber tatsächlich die Trendwende ist, ist fraglich. Durch Kurzarbeit in der Industrie werden derzeit Arbeitsplätze gesichert, so dass wenigstens die Arbeitslosenzahlen nicht steigen. Das allein macht sicher schon eine gewisse Zufriedenheit in der Bevölkerung aus, wodurch die Krise wahrscheinlich zumindest nicht so schlimm empfunden wird. Die bisher erarbeiteten Konjunkturpakete scheinen ebenfalls zu greifen, so dass auch hier eine akute Verschärfung zumindest vorerst vermieden scheint. Das dürfte sich natürlich auch in de Gastronomie bemerkbar machen, wo über so manche Registrierkasse, häufiger aber über moderne Kassensysteme die Umsätze erfasst, aufsummiert und statistisch in der Kassensoftware hinterlegt werden. Allein der Umsatzzahlen-Vergleich eines kurzen Zeitraums von wenigen Wochen lässt auch in der Gastronomie Trends erkennen. Denn schwankende Umsätze zeigen auch deutlich, inwieweit die Gäste willens und in der Lage sind, Gastronomiebesuche zu unternehmen. Dadurch, dass die wirtschaftliche Talfahrt doch zumindest gebremst scheint, sind in Restaurants auch wieder steigende Gästezahlen zu verzeichnen. Selbst, wenn derzeit weniger verzehrt wird, sind doch wenigstens Grundeinnahmen zu verzeichnen, die dann auch im Kassensystem registriert werden. Mobile Kassen sind in Restaurants ebenfalls effektive Helfer, um Kosten einzusparen beziehungsweise Umsätze zu steigern. Da die erfassten Bestellungen nicht wie bisher persönlich in der Küche und an der Zapfanlage mitgeteilt werden müssen und auch die manuelle Eingabe in die Kassensoftware entfällt, kann in der eingesparten Zeit mehr Gästeberatung und Bestellannahme stattfinden. Eine mobile Kasse überträgt nämlich jede Bestellung an einen Bondrucker in der Küche und bei der Schankanlage mit einem Funksignal, welches parallel auch die Kassensoftware mit den Daten bestückt. Herkömmliche Registrierkassen sind in der Gastronomie eigentlich kaum noch im Einsatz. Schließlich ermöglichen Netzwerkkassen, Kassensysteme und mobile Kassen, auch in Verbindung mit Kellnerrufsystemen, so viel mehr Effektivität in den Arbeitsabläufen, dass eben die Kostensenkung Registrierkassen überflüssig macht. Jedenfalls ist eine Registrierkasse, wie sie noch vor wenigen Jahren das Maß aller Dinge war, in naher Zukunft ein wirkliches Auslaufmodell. Filialunternehmen aus der Systemgastronomie, wie sie beispielsweise eine bekannte Burger-Kette darstellt, beweist, wie erfolgreich Netzwerkkassen in einem Kassensystem einzusetzen sind. Die Kassensoftware ist in allen Filialen die gleiche, ebenso die genutzten Endgeräte. Über die POS-Kassen werden die Bestellungen der Gäste auf einfachem Weg über Touchscreen-Bildschirme erfasst. Die Gastronomie ist ein durchaus gutes Barometer für den aktuellen wirtschaftlichen Schwung, den die Konjunktur durchläuft. Demnach kann man vermuten, dass die Krise ihren Tiefpunkt tatsächlich schon erreicht hat. Allerdings werden die Nachwehen dieser Krisensituation noch eine ganze Weile andauern und den Aufschwung auf eine harte Probe stellen.
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